Mehr Meer: auf Kurs zum Glück

315° - Wach bleiben, auf Kurs halten, Ziel erreichen

Sicherlich kennt der ein oder andere von Euch das Buch „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“.

Uns, Torgit und Marc, hat das Buch animiert auf Reise zu gehen. „Hector“ (ein T5 California) ist unser ständiger Begleiter.

Diese Reise soll eine Suche nach dem Glück werden.  - Wie es dazu kam, beschreiben wir in diesem Blog.

 

Unser Motto: „Mehr Meer. - Unser Kurs: Von Köln 315° Nord-West, bis zur Küste und ab dort gen Süden. Immer das Meer zur Rechten“.

Niederlande, Belgien, Normandie, Bretagne, Bilbao und Stück für Stück um die Iberische Halbinsel. Soviel zum Plan.

 

Dieser Blog dient dazu unsere Eindrücke und Gedanken, auf der Suche nach Glück zu verarbeiten und zu teilen.

Werden wir unser Glück finden? - Ihr werdet es erfahren.

Ihr habt Tipps für uns? Naturcampingplätze, Sehenswürdigkeiten usw. „You are welcome“

 

Ihr seid selber GLÜCKsucher? – Dann freuen wir uns über einen Austausch und sagen schon vorab Danke! 

 

Warum wir diesen Blog schreiben? - Ganz einfach, Hape hat uns mit seinem Buch "Ich bin dann mal weg" dazu inspiriert, den Jakobsweg auf unsere Tourliste zu nehmen.  - Selima Taibi "Mogli" und  Felix Starck haben uns mit ihrem Film "Expedition Happiness" für das Leben im Bus begeistert. Ein amerikanischer Schulbus wäre ein Traum, doch auf europäischen Land- und Dorfstraßen? Besser nicht.

 

Vielleicht inspirieren wir am Ende ja auch Jemand. Und wenn es nur deshalb ist, weil er meint, wenn die alten Schachteln das können...

So oder so wird dieser Blog unser Tagebuch auf dieser Reise. 

 

Darüber hinaus habe ich, Marc für diesen Traum eine Berufung aufgegeben. - Um eine Neue zu finden?

"Wir werden sehen, sprach der Blinde."


So viel zur Grobplanung. Doch wer den Blog verfolgt erkennt sicher die ein oder andere Abweichung. Unser Ziel ist es möglichst Dicht an der Küste entlang zu fahren. Doch die Pyrenäen wären auch ganz nett und überhaupt... An der ein oder anderen stelle werden wir uns sicher treiben lassen. Danach geht es wieder auf Kurs.

News From Hector

Bleibt auf Kurs – abseits des Alltags


auf Kurs - zum Glück

Kroatien - Die Generalprobe



Packliste - Was passt in einen Bulli?

180 Tage auf Tour. Die Packliste wurde mit der Zeit immer länger:

 

Fakt ist, dass wir es niemals für möglich gehalten hätten, was man angeblich so alles benötigt.

Wir sind gespannt wie nachhaltig der ein oder andere Tipp am Ende der Tour war.

 

Hier findet Ihr unsere Packliste und viele weitere Tipps & Tricks.



Das sind wir

Torgit

Eigentlich ist der Text schon fertig, doch ich muss erst einmal darüber philosophieren, ob das so alles passt. ZDF erst mal die Zahlen, Daten, Fakten checken. 

Hector

Darf ich mich vorstellen?

Hector, T5, California, edition,

Baujahr 2011, Geburtsort: Wolfsburg. 

 

Nicht das ich schon immer auf diesen Namen gehört hätte; bisher hatte ich gar keinen Namen. Mein Vorbesitzer, ein Mr. Hong hat mich zwar pfleglich behandelt doch ich glaube, der wusste nicht einmal wozu ich alles in der Lage bin. Zum Beispiel meine Küche. Außer zum Kaffeekochen und Reiswein kalt stellen, nichts. Meine Matratze nie genutzt, nicht einmal die Folie hat er abgezogen. - Ich wurde einfach abgeschrieben und dann musste ich weg.

 

Ich habe dann ein paar Wochen bei den Jungs vom Autohaus NordOst in Berlin rumgestanden. Der ein oder andere ist misstrauisch um mich rum geschlichen.

Ob ich zu viel saufe? Vom Ölverbrauch war die Rede. Kein Wort über meinen bärenstarken Motor. Nur weil ein paar meiner Geschwister diesbezüglich auffällig sind, muss man meine zehntausende vorbildlicher Geschwister und mich, doch nicht über einen Kamm scheren?

 

O.K. das mit dem Dieselskandal war keine so gute Idee, doch ich bin nun mal da. Wer von Euch wollte wegen so etwas direkt in die Presse? Nein, nicht in die Zeitung, die echte Presse. Mit ein bißchen Pflege mache ich mich hervorragend.

 

Marc, war bei seinem ersten Besuch auch etwas skeptisch. Doch als er das zweite mal kam, so mit Torgit an der Hand, da wusste ich, das wird was mit uns. 24 Stunden später hatte ich meinen ersten Namen. Und egal was nach mir kommt, SpaceCamper, Hector 1,2,3. Es kann nur eine Hector No. 1 geben. 

Marc

„Vielleicht werde ich alt, vielleicht werde ich grau, aber nie, nie werde ich erwachsen“

 

Alt bin ich, grau bin ich auch, doch erwachsen? Wie sieht es damit aus?

 

Als junger Bursche, war ich Mitglied der Deutschen Freischar, einem Bund der Wandervögel und Pfadfinder.

Diese Jungenschaft prägte nicht nur meinen Freigeist, die Liebe zur Natur, stärkte meinen Pazifismus und lehrte mich, meine Heimat zu lieben (heute nenn ich das Patriot sein) ohne eine politische Gesinnung damit zu verbinden.

 

Aber vor allem lernte ich reisen und wandern. Wir nannten es auf „Große Fahrt“ gehen. Immer dabei der Affe, ein alter, Schweizer Armeerucksack. Man reiste mit kleinem Gepäck. Trinkhorn, Feldflasche, ein Deckenschlafsack. Der einzige Luxus, ein Schafsfell.*

 

Ich hatte mir vorgenommen, dass die Welt zu erkunden, ein fester Bestandteil meines Lebens ist. - Doch wie heißt es so schön: „Leben ist das, was passiert, während man anderes plant.“

 

Mein Freigeist führte mich in die Selbständigkeit. Schnell lernte ich selbst und ständig. Zuerst als Verkäufer, dann als Verkaufsleiter eines renommierten Fertighauskonzernes.

 

Urlaub und Reisen rutschte schnell in den Hintergrund. Die Welt lernte ich mehr durch Incentive Reisen kennen, als durch Urlaube.

 

Dann trat Torgit in mein Leben. Diese weckte wieder die Sehnsucht, auf Reisen zu gehen. - Wir entdeckten Bali, Thailand, Kambodscha, Vietnam, die USA. Parallel beschäftigte ich mich beruflich mehr und mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit. Fernreisen und Flüge wollen wir deshalb einschränken, lieber die Heimat und Europa erkunden.

 

Und noch etwas hatte sich verändert. Mein Ziel als Verkaufsleiter war es immer, ein Team aufzubauen und aus diesem Team Führungskräfte hervor zu bringen, die meine Aufgabe übernehmen. Ich habe immer gesagt, ich habe dann alles richtig gemacht, wenn man mich nicht nur ersetzen kann, sondern die Nachfolger die Aufgabe noch besser erledigen. Was ich nicht wollte, war es, bis zum letzten Tag um meinen Job zu kämpfen. Ein älterer Kollege von mir, in vielen Dingen mein Vorbild, hatte einen anderen Plan. „Mit 65 fahre ich mit meinem Winnebago durch die Westküste der USA runter“ – So viel zum Plan, losgefahren ist er nie.

 

Wir, ich wollte/n lieber im hier und jetzt leben. Torgit und ich haben uns ein Versprechen gegeben. Ich will ihr die Welt zu Füßen legen und Sie mich mit auf Reise nehmen. Welt und Reise zieren die Innenseite unserer Ringe.

 

Langsam keimte ein Plan. Mit dem Bulli auf Tour gehen, so wie es einige unsere Freunde machen. Wir schauten uns um. Bald war klar es soll und wird ein SpaceCamper. Bestellt ist er, doch Manufakturen haben Lieferzeiten und da kommt noch ein Modelwechsel, mit schadstoffärmerem Motor.

 

Doch der „Nachwuchs“ war bereit. - Zeit loszulassen?  Doch manchmal ist es schwerer als man denkt. Besitzstandswahrung war mein Thema. Dann kam das Signal aus unerwarteter Richtung. Im Gespräch mit einer guten Freundin und Vertrauten hieß es „Du denkst immer nur daran, auf was du verzichten musst, statt daran zu denken, was du gewinnst“. „Woher kommt diese Weisheit?“ war meine Frage.  – Von Deinem Bruder war die Antwort. – Letztendlich waren es diese Worte meines Bruder, die mich bewogen haben, eine achtzehnjährige Kooperation zu kündigen, zwei meiner Standortleiter für meine Nachfolge zu empfehlen, uns spontan einen T5 zu kaufen, wochenlang nach Ausrüstung zu recherchieren und nun? Nun sind wir unterwegs.

 

Doch dies alles wäre nicht möglich gewesen ohne Torgit, meine Frau, die mich in all dem unterstützt. Das Beste was mir je passiert ist.

 

 *Apropos Schaffell, mit jenseits der 50 darf es ein wenig mehr Luxus sein. Leichtes Gepäck, nein, es darf schon ein wenig mehr sein. - Gegen Glamping bin ich gar nicht so abgeneigt. Wenn man es Zuhause schön hat, möchte man unterwegs nicht immer verzichten. - Doch eines ist geblieben, das Schafsfell, äähh, die Schafsfelle. 

 

PS: Da ich den schriftlichen Teil des Blog übernehme, (Torgit ist mein verlässliches Backoffice und kontrolliert alle Zahlen, Daten, Fakten) kommt es dazu, dass ich auch manchmal meine Eindrücke schildere. Ich werde dann versuchen von wir auf ich zu wechseln. 

 



Was es sonst noch über uns zu wissen gilt? - An der Länge der Beiträge zeigt sich sicherlich schon wer der extrovertierte Part in unserer Partnerschaft ist. Marc geht nach vorn und Torgit sichert ihn ab. Es sind sowohl die Gegensätze, als auch die Gemeinsamkeiten, die uns vereinen. Torgit würde Marc als aktiven aber ruhenden Vulkan bezeichnen. Man kann sich an seiner Seite sicher fühlen und sich an ihm erwärmen. Marc gefällt das Bildnis des Vulkans, auch er würde Torgit als solchen beschreiben, doch als einen, der erst einmal darüber nachdenkt, ob er ausbricht, um es dann, plötzlich und unerwartet zu tun. - Unsere Gemeinsamkeiten? Wir wollen nicht zu viel erzählen, doch Essen , Essen macht glücklich!